Was ist Kürbiskernöl?

Kürbiskernöl wird aus den Kernen des Ölkürbisses (Cucurbita pepo subsp. pepo var. styriaca) hergestellt – einem speziell für die Ölproduktion gezüchteten Kürbis mit besonders ölreichen Kernen. Die Heimat des steirischen Kürbiskernöls liegt in der österreichischen Steiermark, wo es seit dem 17. Jahrhundert produziert wird und heute als kulinarisches Kulturgut gilt.

Für die Familie Kröpfel hat Kürbiskernöl eine besondere Bedeutung: Ende der 1980er Jahre erwarb KR Helmut Kröpfel nahe dem Plattensee in Ungarn eine Landwirtschaft mit mehr als 2.000 Hektar – über 500 Hektar davon wurden mit Ölkürbis kultiviert. Die jahrzehntelange eigene Erfahrung mit dem Anbau, der Ernte und der Verarbeitung von Kürbissen macht Kröpfel zu einem der erfahrensten Produzenten in der Region.

Herstellung: Röstung und Kaltpressung

Die Herstellung von Kürbiskernöl unterscheidet sich etwas von anderen kaltgepressten Ölen: Die Kerne werden nach der Ernte zunächst bei schonenden Temperaturen geröstet – dieser Röstvorgang ist es, der dem Öl sein unverwechselbares, intensiv nussiges Aroma verleiht. Anschließend werden die Kerne gepresst und das Öl filtriert.

Der Begriff „kaltgepresst“ bezieht sich bei Kürbiskernöl auf den eigentlichen Pressvorgang – die Kerne werden mechanisch und ohne externe Wärmezufuhr beim Pressen verarbeitet. Die vorherige schonende Röstung ist ein traditioneller Teil des Herstellungsprozesses und unterscheidet das steirische Kürbiskernöl von anderen Pflanzenölen.

Inhaltsstoffe und Fettsäureprofil

Kürbiskernöl kaltgepresst – Flat Lay auf dunklem Schiefer

Kürbiskernöl hat ein reichhaltiges Nährstoffprofil:

Fettsäureprofil:

Weitere Inhaltsstoffe:

Funktion im Körper

Die in Kürbiskernöl enthaltene Linolsäure (Omega-6) ist eine essenzielle Fettsäure – der Körper kann sie nicht selbst herstellen. Sie ist Bestandteil von Zellmembranen und an Signalübertragungsprozessen im Körper beteiligt.

Der Ersatz gesättigter Fettsäuren durch einfach und/oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren in der Ernährung trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei.

Vitamin E, das in Kürbiskernöl natürlich vorkommt, trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Phytosterole haben strukturelle Ähnlichkeit mit Cholesterin und sind ein natürlicher Bestandteil von Pflanzenzellmembranen.

Geschmack: Der österreichische Klassiker

Kürbiskernöl hat einen intensiven, nussig-röstigen Geschmack mit einer leichten Süße – unverwechselbar und in der österreichischen Küche tief verwurzelt. Die dunkelgrüne, fast schwarze Farbe ist ein optisches Erkennungsmerkmal: Echter steirischer Kürbiskernstil zeigt in der Flasche dunkelgrün und auf dem Teller einen roten Glanz, wenn man das Öl im Licht betrachtet – bekannt als das „Grüne Gold Österreichs“.

Kürbiskernöl sollte nicht erhitzt werden, da die Röststoffe und Inhaltsstoffe hitzeempfindlich sind. Es wird ausschließlich kalt verwendet.

Verwendungsideen:

Kröpfel Kürbiskernöl: Heimat und Herkunft

Die Familie Kröpfel verfügt über jahrzehntelange eigene Erfahrung im Anbau und der Ernte von Ölkürbis. Ende der 1980er Jahre baute Helmut Kröpfel gemeinsam mit seinen Töchtern Elisabeth und Martina auf über 500 Hektar Ölkürbis am Plattensee in Ungarn an – ein beachtliches Engagement, das die tiefe Verwurzelung der Familie in der Ölfrüchteproduktion zeigt. Kröpfel war Pionier des Kürbisanbaus in Oberösterreich.

Lagerung und Haltbarkeit

Kürbiskernöl ist im Vergleich zu Leinöl oder Hanföl etwas stabiler, sollte aber dennoch kühl, dunkel und gut verschlossen aufbewahrt werden. Ungeöffnet hält es ca. 12–18 Monate. Nach dem Öffnen innerhalb von 6–8 Wochen aufbrauchen.

Häufige Fragen zu Kürbiskernöl

Was ist der Unterschied zwischen steirischem Kürbiskernöl g.g.A. und normalem Kürbiskernöl?

„Steirisches Kürbiskernöl g.g.A.“ ist eine EU-geschützte geografische Angabe: Das Öl muss in der Steiermark aus steirischen Ölkürbissen hergestellt werden und strenge Qualitätskriterien erfüllen. Kröpfel Kürbiskernöl wird nach traditionellem Verfahren mit eigenen und regional ausgewählten Kürbissen produziert, ist aber kein zertifiziertes g.g.A.-Produkt – es steht jedoch in der österreichischen Kürbisöl-Tradition und wird nach denselben Grundprinzipien hergestellt.

Warum hat Kürbiskernöl diese charakteristische dunkelgrüne Farbe?

Die dunkelgrüne Farbe entsteht durch das Zusammenspiel von Karotinen und Chlorophyll aus den Kürbiskernen sowie durch Röststoffe, die bei der schonenden Röstung der Kerne entstehen. Qualitativ hochwertiges Kürbiskernöl zeigt im Glas eine dunkelgrüne Farbe und im Licht einen charakteristischen roten Schimmer – in der österreichischen Küche als „Grünes Gold“ bekannt.

Kann man Kürbiskernöl zum Braten verwenden?

Nein, Kürbiskernöl ist nicht zum Braten geeignet. Es hat einen niedrigen Rauchpunkt und die enthaltenen Röststoffe und sekundären Pflanzenstoffe reagieren empfindlich auf Hitze. Kürbiskernöl wird ausschließlich kalt verwendet – als Dressing, Topping oder zum Verfeinern nach dem Garen.

Wie viel Kürbiskernöl am Tag ist empfehlenswert?

1–2 Esslöffel (10–20 ml) täglich sind als Nahrungsergänzung übliche Mengen in der Ernährungspraxis. Als Würzöl in der Küche wird es meist sparsamer eingesetzt – wegen des intensiven Geschmacks genügt häufig ein Teelöffel, um einem Gericht sein charakteristisches Aroma zu geben.

Kröpfel Kürbiskernöl – kaltgepresst, nussig-intensiv, aus eigener Anbautradition. Familienbetrieb seit 1922.

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